Schloß Prunn

Naturschutzgebiet „Schloß Prunn“
Ausweisung 1956, Fläche ca. 100 ha

Die Burg auf dem Korallenriff

Charakteristisch für dieses Naturschutzgebiet sind die aus dem Wald herausragenden Felstürme und –wände. Sie sind ein Produkt eines warmen Meeres: vor ca. 150 Millionen Jahren, während des als Jura bezeichneten Erdzeitalters, bildeten sich Schwamm- und Korallenriffe, die bis heute als Gestein überdauert haben. Ein imposantes Beispiel für dieses uralte Meeresprodukt ist die Felszinne von Prunn mit dem ausgesetzt liegenden Schloß.
Der von Natur aus weitgehend waldfreie Extremstandort „Fels“ ist seit Jahrtausenden Rückzugsgebiet für konkurrenzschwache, aber trockenheitsertragende Pflanzen. Zusammen bilden sie seltene und schützenswerte Pflanzengemeinschaften, wie etwa den Steppenheidewald und verschiedenste Trockenrasen auf denen zahlreiche Insekten leben.
Die hochspezialisierten Pflanzen dieser Extremstandorte können sich nach einer Schädigung kaum mehr erholen und bedürfen deshalb in besonderer Weise des Schutzes. Dazu dient das Wegegebot innerhalb des Naturschutzgebietes. 
  

    Schloß Prunn