Klamm- und Kastlhänge

Naturschutzgebiet „Klamm und Kastlhänge“
Ausweisung 1969, Fläche ca. 252ha


Wo Licht ist, ist auch Schatten

Das Naturschutzgebiet „Klamm und Kastlhäng“ bildet das Gegenstück zum sonnseitigen Naturschutzgebiet „Schloß Prunn“ auf der nördlichen Altmühlleite. Damit sind in diesem Bereich großflächig die steilen Hänge des Altmühltales geschützt.
Hallenartige, schattige Buchenwälder geben hier, wie auf der gesamten südlichen Altmühlleite, den Ton an. Auf den Köpfen der herausragenden Felssäulen wachsen lichtbedürftige, konkurrenzschwache Pflanzen. Viele von ihnen wuchsen hier, lange bevor in den Höhlen des Naturschutzgebietes Menschen der jüngeren Altsteinzeit Siedlungsspuren hinterließen.
Neben den Buchenwäldern wächst in den luftfeuchten Hangeinschnitten ein besonderer Waldtyp: der Schluchtwald. Hier fallen Linde, Ahorn und Esche, aber auch der hohe Eiben-Anteil sowie die artenreiche Krautschicht ins Auge. Die vielen seltenen Farnarten dokumentieren die ausgeglichen hohe Luftfeuchtigkeit.
Der überwiegende Teil des Naturschutzgebietes ist in Staatsbesitz, auf dem die Forstverwaltung so genannte Naturwaldreservate eingerichtet hat. Dort soll eine natürliche Waldentwicklung zugelassen werden. Daher ist es unbedingt notwendig, auf den Wegen zu bleiben.
  

    Klamm- und Kastlhänge