Goldau

Naturschutzgebiet „Goldau“
Ausweisung 1984, Fläche ca. 25 ha

Von der Stromschlinge zum Altwasser

Erst aus der Vogelperspektive zeigt sich die Halbmond-Form des Altwassers „Goldau“. Sie macht klar, daß das Naturschutzgebiet bis zur Donauregulierung im 19. Jh. ein Teil des Donaubettes war. Das frühere Gleitufer (Innenbogen) wird jetzt von flachen Wiesen bedeckt, das frühere Prallufer (Außenbogen) stellt jetzt das Altwasser und die Schilfröhrichte dar.
Worauf läßt sich diese frühere Schlängelung der Donau zurückführen?
Jahrtausende erwies sich der stromabwärts gelegene Donaudurchbruch bei den jährlichen Hochwassern als zurückstauendes Nadelöhr. Dies führte zu starken Auflandungen und damit zu geringem Gefälle mit häufigen Laufveränderungen von Donau, Abens und Ilm. Dadurch wurden immer wieder Flußschlingen vom Bett abgetrennt, der Lebensraum „Altwasser“ entstand.
Die um 1950 errichteten Deiche schließen die „Goldau“ von den großen periodischen Überflutungen aus. Dennoch beherbergt das Naturschutzgebiet seltene Arten der Stromtäler und wertvolle Biotope der Auenlandschaft, etwa Schwimmblatt -Gesellschaften. Teile dieser Landschaft wurden als Auwiesen genutzt. Ihre Erhaltung bedarf der Pflege durch jährliche Mahd.
Zur Schonung der vielfältigen Tierwelt ist es besonders wichtig, eingeschränkte Angelzeiten, festgelegte Angelzonen und, wegen der Brutvögel, das Betretungsverbot zu beachten.

Naturschutzgebiet "Goldau"