Biotopverbund Mainburg – Raritäten in der Hopfenlandschaft

Wir bringen´s zusammen: Hecken, Ranken, Raine, Hohlwege und naturnahe Bachläufe bilden zusammen einen wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna.
Das im Tertiärhügelland gelegene Projektgebiet umfasst im Gemeindegebiet der Stadt Mainburg zum einen die Abensaue mit ihren Seitentälern und zum anderen eine Agrarlandschaft.

Das Grundgerüst des Biotopverbundes stellen die insgesamt 51 Kernbereiche dar; ökologische Vorranggebiete, in denen die Maßnahmenschwerpunkte liegen.
Das Hauptziel für die Abens und ihre Seitenbäche liegt darin, einen weitgehend naturnahen, frei mäandrierenden Lauf zu erhalten oder wiederherzustellen. In den hügeligen, grundwasserfernen Bereichen sind neben der Erhaltung und Entwicklung der charakteristischen Hecken, Ranken und Hohlwege vor allem die südexponierten Ranken und sandig-kiesigen Kuppen zentrale Bestandteile des Biotopverbundes.
In fast 50 Maßnahmenflächen werden etwa 40 ha vom Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. betreut, wovon ca. 30 ha jährlich von Landwirten gepflegt werden. Darunter auch der bayernweit bedeutsame Feuchtbiotopkomplex bei Lindkirchen mit seltenen Lebensgemeinschaften der Nass- und Feuchtwiesen, Schilfröhrichte und Seggenrieder. 

Nicht weit davon entfernt findet sich das Gegenstück zur Auelandschaft: Das Trockengebiet bei Meilenhofen, geprägt durch zahlreiche Strauch- und Baumhecken im Wechsel mit weitläufigen Grasfluren und mächtigen Ranken, auf denen Pechnelke, Berg-Sandglöckchen und Feld-Beifuß beheimatet sind. 

Biotopverbund Neustadt – Wassermangel und Wasserüberfluss

In den Biotopverbundplanungen der Stadt Neustadt werden ca. 20 ha betreut. Das beinhaltet z.B. die Organisation der Mahd, Abtransport und Verwertung des Schnittgutes, die Durchführung von Entbuschungsmaßnahmen, die Kontrolle und die Dokumentation der vegetationsökologischen Entwicklung der Flächen und vieles mehr. Seit Projektbeginn 1993 wurden im Biotopverbund zahlreiche ökologisch sehr hochwertige Flächen in das Projekt integriert. Hierbei handelt es sich vor allem um Feuchtwiesen und Magerrasen, wie zum Beispiel die Wacholderheiden. Die Maßnahmen werden primär im Rahmen der Bayerischen Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien beantragt und bezuschusst. 
  

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